umstrittene Methoden im Bioweinbau

Wie ich im Viva Vino Biowein-Blog gelesen habe, ist es im Weinbau nicht möglich, vollkommen auf anorganische („chemische“) Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Jeder, der einen kleinen Nutzgarten betreibt, der weiß auch, wie schnell der Mehltau einem die Ernte ruiniert. Solche Pilzkrankheiten sind v.a. auch durch die Klimaerwärmung nicht mehr wegzudenken.

Auch der Insektenbefall ist ein nicht wegzudenkendes Problem in jedem Weinberg. Es wäre also schlichtweg naiv zu glauben, daß ein Biozertifikat auf der Weinflasche gleichzusetzen wäre mit einem  bioromantischen Gärtlein Eden. Kurz & gut: Es wäre für jeden Winzer ein wirtschaftlich zu hohes Riskio, auf anorganische Fungizide völlig zu verzichten. Im heutigen ökologischen Weinbau beschränkt man sich aber auf anorganische Pflanzenschutzmittel wie Schwefel- und Kupfersulfat. Kupfersulfat im Weinbau zu verwenden und dies als „ökologisch“ zu bezeichnen ist aus nicht nur aus meiner Sicht eine grober Fehlschritt, denn das Kupfersulfat kann nicht abgebaut werden und ruiniert deshalb Böden und Grundwasser.

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