Archiv für ‘Weinwelt’


Veröffentlicht am 31. Juli 2009

Online-Umfrage zum Thema Wein im Web 2.0

Miriam Lemke studiert Internationales Weinmanagement und schreibt derzeit an ihrer Abschlussarbeit zum Thema Wein im Web Zwonull. In diesem Rahmen startete sie jetzt eine Online-Umfrage unter wein- und internetaffinen Verbrauchern zum Thema Wein im Internet. Ich unterstütze diese sehr zielgerichtete Studie gerne und werde im Gegenzug hier im Blog über die Ergebnisse der Umfrage berichten. Hier geht es zu den Fragen, die in wenigen Minuten beantwortet sind.

Veröffentlicht am 15. Juli 2009

Leonard Cohen und Charles Aznavour beehren die Weinmesse FOIRE AUX VINS in Colmar

Und gleich noch mal Wein und Musik: Ein Trip über die Grenze lohnt sich in der zweiten Augustwoche für Weinfreaks aus dem Südwesten im doppelten Sinne. Die FOIRE AUX VINS wartet traditionell mit einem begleitenden Musikfestival auf.

Neben den alternden Barden Leonard Cohen und Charles Aznavour, die ich gerne sehen und hören möchte, treten unter anderem Simply Red, Nina Hagen, Amy McDonald, The Offspring und die Babyshambles in Colmar auf.
Auf der Weinmesse FOIRE AUX VINS präsentieren sich vom 7. bis zum 16. August rund 500 Elsässer Betriebe, 75 Hersteller von Weinbau- und Kellereibedarf und Vertreter der Gastronomie mit diversen Restaurants und Imbissständen.

Veröffentlicht am 15. Juli 2009

Welchen Ton erzeugt Rotwein?

Auf den Online-Seiten der taz beantwortet der Musiker John Axelrod unter anderen auch diese Frage: “Was ich höre, schmecke ich auch”.

Veröffentlicht am 9. Juli 2009

Badischer Wein - ein Nachtschattengewächs?

Der neue Internetauftritt der Badischen Weinwerbung wurde schon auf der ProWein vor einigen Monaten groß angekündigt, jetzt ist er tatsächlich online: Für die Seiten von badischerwein.de kann ich allerdings keine Begeisterung verspüren.

Im Gegenteil, der erste Eindruck ist von Düsternis geprägt. Viel Schwarz und wenig warme Farben unter einer badischen Sonne, die an einen Kriegsorden aus napoleonischer Zeit erinnert. Beim Klick auf Aktuelles erscheinen gerade mal zwei Artikel, wovon sich einer auf die ProWein im März bezieht. An dieser eminent wichtigen Stelle ist zukünftig hoffentlich mehr Leben geboten, um die Website für potentielle Besucher wirklich lesenswert zu machen.


Auf den ersten Blick düster: Der neue Internetauftritt der Badischen Weinwerbung

Die Darstellungen der Weinbauregionen sind textlich sehr lapidar und teils ungelenk formuliert. Sätze wie beim Anbaugebiet Markgräflerland “Alles ist ausgeglichen und von einer heiteren-freundlichen Art. Das gilt sowohl für die Menschen als auch für den Wein” sind unglaubwürdige Plattitüden (Wenn´s doch nur so wäre!). Die Präsentation wirkt ungeschliffen und ist dazu mit teilweise schwachem Fotomaterial garniert. Die geologischen Informationen zu den Anbaugebieten sind wohl für die Wissenschaftler unter den Seitenbesuchern gedacht, neben den Niederschlagsmengen und Bodenarten werden ominöse Dinge wie die “Nettostrahlung abzügl. Energie, die für Verdunstung verbraucht wird in Megajoule/qm” und der “Strahlungs-Trockenheits-Index nach Budyko” angeführt. Aber wo wird auf diesen Seiten die Lust geweckt, ein Glas badischen Wein zu trinken?

So wirkt der neue Auftritt des Badischen Weins auf mich alles in allem recht bemüht, aber leblos. Es fehlt eindeutig der Pepp und etwas, was die Besucher in diese Seiten hineinzieht: Menschen und Emotionen. Der Verdacht keimt leise auf, dass hier am falschen Ende gespart oder gar viel Geld für wenig Wirkung verpulvert wurde.

Veröffentlicht am 8. Juli 2009

Riesling-Preis 2009: Die Sieger

Zum zweiten Mal ist heute der WEINWELT Riesling-Preis in vier Kategorien verliehen worden. Mit diesem Preis zeichnet das Magazin die besten Rieslinge aus der Jahrgangsverkostung aus.

In diesem Jahr wurden mehr als 1.200 deutsche Rieslingweine aus dem Jahrgang 2008 eingereicht, aus denen nun die Top-Rieslinge des Jahres 2009 gekürt wurden. Die hohe Zahl der Einreichungen ist auf die kostenlose Anstellung der Weine zurückzuführen.

Riesling des Jahres: 2008 Haardter Bürgergarten Riesling Spätlese trocken, Weingut Müller-Catoir, Neustadt, Pfalz (93 von 100 Punkten).

Best-buy-Riesling des Jahres: 2008 Hochheimer Hölle, Riesling Kabinett trocken, Weingut Heinrich Baison, Hochheim, Rheingau. ( 5.-€ / 90 von 100 Punkten).

Riesling-Entdeckung des Jahres: 2008 Anette Closheim Riesling trocken, Weingut Konrad Closheim, Langenlonsheim, Nahe (91 von 100 Punkten). In dieser Kategorie müssen mehrere Weine eines Weingutes als überdurchschnittlich gut bewertet werden. Vom Weingut Konrad Closheim schnitten noch zwei weitere Weine ausgezeichnet ab.

Sonderpreis »Riesling des Jahres 2009 im LEH«: 2008 Kendermanns Riesling Kalkstein, QbA trocken, Pfalz, Weinkellerei Reh Kendermann, Bingen (82 von 100 Punkten).

Die 200 besten Rieslinge präsentiert die WEINWELT in ihrer aktuellen Ausgabe, die ab dem 15. Juli erhältlich ist.

Veröffentlicht am 8. Juli 2009

Frisch inthronisiert: Die badische Weinkönigin

Die neue Badische Weinkönigin heißt Katja Bohnert. Die angehende Winzerin ist 19 Jahre jung und stammt aus der Ortenau. Der Terminkalender ist mit etwa 200 Eintragungen schon proppenvoll. Ich wünsche viel Spaß und Ausdauer beim Repräsentieren des badischen Weins!

Veröffentlicht am 7. Juli 2009

Unabhängiger Weinjournalismus in Gefahr?

Kaum ist man mal vier Wochen abgetaucht, schon bricht ein Stützpfeiler der heilen Weinwelt zusammen: Der Gault Millau Weinführer soll ab nächstes Jahr zum Teil aus finanziellen Beiträgen der getesteten Weingüter finanziert werden. Einige Weingüter kehren dem Gault Millau Weinführer nun offen den Rücken zu, unter anderem die badischen Betriebe Heger, Bercher, Johner, Seeger, Stigler und das Pfaffenweiler Weinhaus. Viel ist in den letzten Tagen zu diesem Thema geschrieben und kommentiert worden, am umfangreichsten hier, hier und hier.

Der unabhängige, professionelle Weinjournalismus scheint zunehmend in Gefahr zu sein, wenn man zusätzlich Gerüchten Glauben schenkt, dass sich Redakteure wohl bekannter Weinmagazine für so manchen Artikel von den Weinproduzenten bezahlen lassen. Das Dilemma resultiert in der Hauptsache aus dem seit Jahren rückläufigen Anzeigengeschäft durch Werbekunden der Publikationen, die ihrerseits zunehmend an Leserschaft und somit Bedeutung verlieren.

Veröffentlicht am 20. Mai 2009

Cleverer Mix: Der Gault Millau “Reiseführer für Genießer” Baden-Württemberg

Der neu vorgestellte Gault Millau Baden-Württemberg aus ist aus einer Kooperation des Christian Verlags mit dem Staatsministerium Baden-Württemberg und der Tourismus-Marketing GmbH des Landes Baden-Württemberg entstanden. Auf den 420 Seiten werden auch 120 Weingüter empfohlen.

Die erste regionale Ausgabe des Gault Millau ist in erster Linie ein Zwitter aus der Deutschland-Ausgabe des Restaurantführers und des Gault Millau WeinGuide. Eingestreut wurden ein paar praktische Informationen wie Kartenmaterial und Tourenvorschläge für radelnde, wandernde und Auto fahrende Gourmets. Zu den bewerteten 200 Restaurants gesellen sich 50 “regionaltypische Wirtschaften“, dieser Teil ist für meinen Geschmack mit 20 Seiten allerdings etwas dünn geraten. Gut gelungen ist der Teil des Werkes, in dem Erzeuger besonders hochwertiger Lebens- und Genussmittel vorgestellt werden. Insgesamt eine clevere Idee, dieser Mix aus bewährten Zutaten.

Möglich geworden ist die Regionalausgabe durch eine Abnahmegarantie von 6.000 Exemplaren der Tourismus-Marketing GmbH des Landes Baden-Württemberg. Ein Großteil der Kosten wird durch Anzeigen im Buch refinanziert. So ist der Gault Millau Baden-Württemberg, der im Buchhandel für 19,95 € zu erwerben ist, gleichzeitig Marketinginstrument und praktischer Reiseführer für feinschmeckende Besucher des Ländle.