Veröffentlicht am 6. März 2008
Schokoladenkuchen Version 3.0 mit Portwein
Die Teilnahme am XXXII. BLOG-EVENT zum Thema Portwein wollte ich mir trotz meiner recht strengen Gesundheitsdiät auf keinen Fall entgehen lassen. So backe ich halt einen schönen Kuchen für meine liebe Liebste und ihre Kolleginnen vom Herder Verlag.
Die Zutatenliste: 250g Mehl Typ 550, 200g Zucker, 200g Butter, 2 Tafeln Schokolade mit mindestens 70 % Kakao-Anteil a´100g, 1/4l Tawny Portwein, 1 kleines Glas Pflaumenmus, 1 Tüte Backpulver, 4 Eier, 1 Teelöffel Zimt und für die Glasur 200g dunkle Kuvertüre (für die Künstlerversion noch zusätzlich 50g weiße Kuvertüre).

Den Ofen heize ich auf 180 C vor und greife mir zuerst die Schokolade. Mit einer Küchenreibe raspele ich die Tafeln in mühevoller Handarbeit in feine Stückchen. Jetzt schnappe ich mir die Eier und trenne das Eiweiß vom Eigelb. Mit der Hälfte des Zuckers und einem Handmixer ist die Zucker-Eiweißmasse ruckzuck steif geschlagen. Die Knethaken helfen mir nun, das Eigelb und alle anderen Zutaten in eine homogene Masse zu verwandeln. Zum Schluss hebe ich das steife Eiweiß vorsichtig mit dem Schneebesen unter den Teig.
Das Ganze fülle ich in eine 26 cm Springform und schiebe sie in die Mitte des Ofens. Der Geruch von im Backstadium befindlichen Schokoladenkuchen ist wohl einer der Appetit anregendsten Küchengerüche, die es gibt. In einem kurzen Anfall bedauere ich urplötzlich meinen selbst auferlegten Verzicht.
Nach spätestens 45 Minuten wird der Portweinkuchen mit einer Alufolie bedeckt, um ein zu starke Bräunung zu vermeiden. Nach einer Stunde ist der Kuchen durchgebacken, jetzt heißt es cool down!
Das erkaltete Backwerk schneide ich vorsichtig mit einem langen, dünnen Messer horizontal in der Mitte durch. Das ist eine sehr heikle Angelegenheit, da der Teig sehr leicht bricht. Also volle Konzentration! Die untere Schnittfläche wird nun großzügig mit dem Pflaumenmus bestrichen. Klappe zu, Affe tot!
Im Warmwasserbad verflüssige ich die Kuvertüre, um sie dann unter ständigem Rühren wieder auf ca. 30 C abzukühlen. Nun überziehe ich den Kuchen mit der Masse. Wer Spaß daran hat, kann sich nach dem Erstarren der dunklen Kuvertüre noch mit weißer Kuvertüre künstlerisch betätigen.
Da man es mit der Strenge viel zu leicht übertreibt, habe ich natürlich doch ein kleines Stück probiert vom Portwein-Schokoladenkuchen - und soviel konnten meine geschundenen Geschmacksorgane feststellen: Das Gebäck ist genial saftig und schokoladig mit feinen Port-Aromen. Die Pflaumenmus-Füllung gibt der Sache noch den zusätzlichen Kick. Delikat!










