Wohin?

Jedes Ende ein Neubeginn
stets ist alles vereint
so streb ich dem Himmel entgegen
verwurzelt im irdischen Stein
Ganz nackt, ahnungslos
ein Treibgut im Seelenmeer
tanzend auf Wellen
von Liebe und Leid

Jedes Ende ein Neubeginn
stets ist alles vereint
so streb ich dem Himmel entgegen
verwurzelt im irdischen Stein
Ganz nackt, ahnungslos
ein Treibgut im Seelenmeer
tanzend auf Wellen
von Liebe und Leid
19. November 2009 um 02:10
Das ist ja ein unglaubliches Foto das Du da geschossen hast. Da wird einem ja ganz anders und die Gewißheit das Wein etwas himmliches sein kann endgültig zementiert.
19. November 2009 um 11:29
Schauerlich. Sogar mit Dornenkrone…
19. November 2009 um 14:05
Gewaltig ist das Schweigen des verwüsteten Gartens,
Da der junge Novize die Stirne mit braunem Laub bekränzt,
Sein Odem eisiges Gold trinkt.
Die Hände rühren das Alter bläulicher Wasser
Oder in kalter Nacht die weißen Wangen der Schwestern.
Leise und harmonisch ist ein Gang an freundlichen Zimmern hin,
Wo Einsamkeit ist und das Rauschen des Ahorns,
Wo vielleicht noch die Drossel singt.
Schön ist der Mensch und erscheinend im Dunkel,
Wenn er staunend Arme und Beine bewegt,
Und in purpurnen Höhlen stille die Augen rollen.
Zur Vesper verliert sich der Fremdling in schwarzer Novemberzerstörung,
Unter morschem Geäst, an Mauern voll Aussatz hin,
Wo vordem der heilige Bruder gegangen,
Versunken in das sanfte Saitenspiel seines Wahnsinns,
O wie einsam endet der Abendwind.
Ersterbend neigt sich das Haupt im Dunkel des Ölbaums.
georg trakl
19. November 2009 um 14:08
Schön, welch Assoziationen von dem Bild geweckt werden - ich habe beim Ablichten eine sich verneigende Tänzerin gesehen.
19. November 2009 um 14:17
@Thea: Ich bin beinahe sprachlos angesichts dieser Gegenüberstellung. Vielleicht sollte ich öfters mal Gedichte bebildern? Danke für diesen Beitrag! Dein Blog habe ich auch jetzt erst entdeckt, könnte geeignetes Futter für meine Seele sein… da ich geh mal in Ruhe stöbern.
19. November 2009 um 14:20
oh schön, freut mich
ja be-bildere …. oder bildere einfach;). die texte finden sich dann schon …
lg thea
20. November 2009 um 12:22
bravo, Lars - und danke für den Trakl, Dorothea , bei der ich mich heute morgen auch schon festgelesen habe.
Gute Idee, im Winter im Weinberg die Farbe weg zu lassen - da werden mir beim anstehenden Rebschnitt sicher auch noch ein paar ganz neue Ideen und Perspektiven kommen - und zum Philosophieren hat man da auch viel Zeit, allein auf dem Berg:-).