Die badischen Genossen trotzen der Krise
Badischer Wein und insbesondere der Schaumwein werden weiterhin gut nachgefragt. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,7 Prozent auf 256 Millionen Euro. Der Erlös je Liter badischen Weins erhöhte sich im Schnitt von 3,05 auf 3,10 Euro. Das durchschnittliche Einkommen der Winzer lag bei 10.300 Euro je Hektar.
In Oberbergen stellte Gerhard Roßwog, Präsident des baden-württembergischen Genossenschaftsverbandes, die die aktuellen Zahlen vor: “Die Wirtschaftskrise ist bislang spurlos an den badischen Winzergenossenschaften vorbeigegangen”. Die Betriebe, die mehr als 70 Prozent der badischen Weine vermarkten, konnten im jüngsten Geschäftsjahr 86,8 Millionen Liter Wein absetzen. Dies waren zwar 2,4 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, da die Erlöse jedoch leicht stiegen, konnte das leichte Umsatzplus verbucht werden.

Beim badischen Sekt und Perlwein sehen die Zahlen deutlich besser aus. 3,3 Millionen verkaufte Flaschen entsprechen einer Zunahme von 4,7 Prozent, der Umsatz legte hier immerhin um 5,2 Prozent auf 14,3 Millionen Euro zu.
Die Discounter und der klassische Lebensmittelhandel bleiben die mit Abstand wichtigsten Kunden für Badens Genossenschaften, jede fünfte Flasche ging über die Direktvermarktung an die Konsumenten. Dieser Vertriebsweg soll laut Roßwog weiter ausbaut werden, da hier die höchsten Preise zu erzielen sind.
via Badische Zeitung



