Der Wahlkampf und der Wein - Teil 3: Die Linke.
Auf den Online-Seiten der Partei Die Linke springt einem zuerst das überdominante Rot ins Gesicht. Weniger ist manchmal mehr, wie es so schön heißt.
Der Suchbegriff “Wein” führt zu Artikeln, in denen es darum geht “reinen Wein einzuschenken”. Hier stoße ich auch auf ein Grußwort zur Parteigründung von Werner Schneyder, der einen Chateau Rothschild in seinen bissigen Text integrierte.
In den Themenbereichen Landwirtschaft und Gentechnik sind die Positionen der Linken mit denen von Bündnis 90 / Die Grünen fast identisch. Die Linke ist für ein Verbot der Gentechnik in der Landwirtschaft und fordert “EU-Subventionen für soziale und ökologische Leistungen der Agrarbetriebe”.
Wie steht es mit der Drogenpolitik? Für diese Fragen betreibt die Linke den Blog Bundesarbeitsgemeinschaft Drogenpolitik als Diskussionsforum. Hier dreht sich momentan viel um die geordnete Freigabe von Cannabis.

Zum Thema Alkohol und Wein finde ich dort eine Pressemitteilung von MdB Monika Knoche: “Der Drogenberichtbericht der Bundesregierung macht deutlich, dass der Alkoholkonsum das gesamtgesellschaftlich größte Problem darstellt. Die Appelle der Drogenbeauftragten Bätzing an die Alkoholindustrie, ihre Werbung weniger auf die Lifestyle-zentrierte jungendliche Zielgruppe zu fokussieren, dürfen nicht ungehört verhallen. Allerdings sollten auch Ursachen erkannt und bekämpft werden… DIE LINKE lehnt eine strafrechtliche Lösung der Drogenprobleme ab. Zielführend sind nur präventive und therapeutische Hilfen und Angebote.”
Mein Senf darauf: Die Linke präsentiert sich als grünroter Cocktail. Hinter vielen Thesen schwebt das Fragezeichen der Finanzierbarkeit. Klar, da sind viele Ansätze, die einem von Grund auf als sinnvoll einleuchten … aber irgendwie wirkt das nicht authentisch auf mich. Trotz Online-Community, MySpace, Facebook und Konsorten will da kein Funke überspringen.



