Spargel & Wein (3): Der 2008er Weißburgunder vom Hofgut Consequence
Für den dritten Teil von Spargel & Wein kochte ich eine eher unkonventionelle Spargelsuppe. Der 2008er Weißburgunder vom Hofgut Consequence passte dazu wie die Faust auf´s Auge - und das ist noch maßlos untertreiben ausgedrückt.
Eine gute Spargelsuppe braucht gute Zutaten. Wer glaubt, mit minderwertigem Spargel oder gar aus Schälresten eine feine Suppe produzieren zu können, soll mit dem höchstwahrscheinlich bitteren Ergebnis glücklich sein. Ich kaufe bei meiner Bäuerin für 3,50 € ein Kilo Bruchspargel in 1a-Qualität, der nur ein paar Stunden zuvor frisch gestochen wurde. Krumme Hunde, saftig und hoch aromatisch.

Die geschälten Stangen werden erstmal geköpft. Zusammen mit 3 großen Kartoffeln, die entsprechend der Gardauer des Spargels klein geschnitten werden, koche ich die verbliebenen Rümpfe in Salzwasser weich. Mit dem Pürierstab wird das ganze nun zu einer sämigen Suppe verarbeitet. Jetzt ist Fingerspitzengefühl gefragt: Salz, Pfeffer aus der Mühle, ein Schluck Weißwein, süße Sahne, ein Hauch von Muskat und ein Teelöffel Bärlauchpesto geben der Spargelsuppe die nötige Würze. Vorsicht bei den beiden letztgenannten Zutaten! Nur eine Spur zu viel killt das feine Spargelaroma. Die Spargelspitzen habe ich parallel in Sonnenblumenöl knusprig braun gebraten - die sind der ultimative Kick in der Suppe.

Zeit für ein Glas Wein. Hinter dem Hofgut Consequence steht das sympathische Winzerpaar Manfred und Eva-Maria Schmidt, die seit 1995 ökologischen Weinbau in Bischoffingen am Kaiserstuhl betreiben. Die Weine der Schmidts probiere ich seit fünf Jahren regelmäßig, mit akribischer Arbeit im Weinberg und im Keller bringen sie geradlinige und blitzsaubere Weine in die Flaschen, die mir gerade wegen ihrer schnörkellosen Klarheit gefallen.
Der 2008er Weißburgunder begleitet das Süpple auf´s Feinste. Beim Hineinriechen ins Glas springt mich die pure Frische an. Pink Grapefruit, Zitrone und Bierhefe kommen mir in den Sinn. Der Wein wird getragen von der knackigen Säure, die mit dem süßen Charakter der Spargelsuppe wunderbar spielt. Die feingliedrige Frucht zeigt ihre Stärke im langen Ausklang, der Tanz der Aromen dieser Kombination macht einfach nur Spaß.




14. Mai 2009 um 22:42
Spargelzeit…
die Spargelzeit muss genutzt sein. Also los gehts, aber bitte mit Abwechslung. Auch heuer gab es schon wieder eine Spargel-Carbonara. Dann natürlich noch die klassische Variante
dann die obligatorische Spargelsuppe. Diesmal aber mit Kartoffeln und in…