Auf den Saft gekommen: Weinrallye #22
Nicht etwa nur Wein, sondern trinkbare Spezialitäten aller Art und aus der eigenen Heimat sind das Thema der heutigen Weinrallye, zu der Rallye-Vater Thomas Lippert vom Winzerblog aufrief. Ich nutze die Gelegenheit, um von einem Getränk zu berichten, das mir in den letzten 7 Wochen täglichen Genuss bereitete.
Diese 7 Fastenwochen ohne Zucker, Kaffee, schwarzen Tee, weißes Mehl, Fleisch von Säugetieren, künstliche Zusatzstoffe und natürlich ohne Wein sollten nicht ganz freudlos verstreichen. So ernährte ich mich strikt vollwertig und fast ausschließlich mit hochwertigen Biolebensmitteln.

Der Apfel-Birnen Saft vom Biohof Jung ist ein typisches Produkt aus dem südlichen Schwarzwald. Der Obstanbau spielt in der Vorbergzone und den zum Rheintal hin geöffneten Tälern eine große Rolle in der hiesigen Landwirtschaft. Die Biosäfte von Klaus Jung stammen von den für die Kulturlandschaft und Artenvielfalt so wichtigen Streuobstwiesen. Geschmacklich sind die Früchte von alten Bäumen und regional bewährten Sorten denen von Spalierobstplantagen um Längen überlegen - das ist so eine kleine Parallele zum Wein. Beim Streuobst kommt es ja schließlich nicht auf die Optik an, sondern auf den Geschmack. Somit ist der Zusatz von Aromastoffen, der in vielen industriell hergestellten Säften zu finden ist, absolut kein Thema.

Der naturtrübe, also ungefilterte Saft wird schonend pasteurisiert und direkt in die Flaschen gefüllt. Im Geschmack überwiegt die Birne, obwohl die nur mit einem Anteil von 35% vertreten ist. Sehr angenehm ist die im Vergleich zu einem reinen Apfelsaft milde Säure, der natürliche Zuckergehalt ist recht hoch, da die Früchte hochreif gekeltert werden.
Ich trinke diesen Saft am liebsten als Schorle mit leicht sprudelndem Mineralwasser. Mischungsverhältnis 1/3 Saft zu 2/3 Wasser, so wird aus einem Liter Fruchtsaft locker 3 Liter wohlschmeckendes und zugleich sehr erfrischendes Getränk. Auch deshalb kaufe ich keine billigen Säfte aus Konzentrat und mit unbekannter Herkunft. Zwei Euro für einen richtig leckeren Saft empfinde ich nicht als teuer und sind als Beitrag für eine möglichst chemiefreie und zugleich naturnahe Kulturlandschaft hervorragend angelegt!




14. April 2009 um 21:16
Das klingt schon nach Sommer und Terrasse
15. April 2009 um 12:03
Apfelsaft steht hoch im Kurs bei dieser regionalen Rallye, wenn ich in der Normandie oder Bretagne lebte, könnte ich mithalten - so ist es für mich eher eine schöne Kindheitserinnerung und die Begegnungen mit dem Standartgesöff in deutschen Gaststätten (NRW) der letzten Jahre waren eher enttäuschend…
Dein Photo macht aber Appetit!
15. April 2009 um 12:15
@ Iris: … da gibt es ja leider auch zu 95% die billige Industrieplörre, künstliche Aromen inklusive.