Wieder Weinskandel(e) in Italien
Auch die Süddeutsche.de berichtet nun von zwei neuen Weinskandalen in Italien. Betroffen ist scheinbar nicht nur das Billigwein-Segment, sondern auch eine Reihe berühmter Brunello-Produzenten wie Castello Banfi, Antinori und Frescobaldi. Die italienische Staatsanwalt ermittelt hier wegen der Beimengung von Merlot zum sonst vorgeschriebenen, reinen Sangiovese. Das wäre zwar knallharter Betrug, aber immerhin nicht gesundheitsschädlich, wie im Fall der Fälschung von Billigwein: Hier wurden vermutlich aus Wasser, Traubenmost, Zucker, Säuren und Düngemittel 70 Millionen Liter gepanscht. In Verdacht steht - na klar - eine Mafia-Organisation.
Der Image-Schaden für den italienischen Wein summiert sich nach dem unlängst aufgeflogenen Prosecco-Betrug gewaltig auf. Darunter werden leider auch die vielen sauberen Produzenten des Landes leiden. Eine konsequente Untersuchung, die anschließende Marktbereinigung und ein Neuanfang wie in den 1980-er Jahren in Deutschland oder Österreich scheint dringend angesagt zu sein, damit der italienische Weinbau keinen langfristigen Schaden nimmt.



