DWI: Deutsche trinken mehr Wein
Der Weinkonsum in Deutschland hat im vergangenen Weinwirtschaftsjahr mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 20,6 Litern einen neuen Höchststand erreicht. Wie aus der Trinkweinbilanz hervorgeht, die alljährlich im Auftrag des Deutschen Weininstituts (DWI) durch den Deutschen Weinbauverband erstellt wird, wurden in Deutschland von August 2006 bis Juli 2007 insgesamt 16,9 Mio. Hektoliter in- und ausländische Stillweine abgesetzt.
Auf den Pro-Kopf-Verbrauch umgerechnet bedeutet dies ein Plus von einem halben Liter im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In den vergangenen zehn Jahren stieg der jährliche Weinkonsum statistisch gesehen im Durchschnitt um 2,5 Liter pro Person.

Immer öfter füllen die Deutschen ihre Gläser mit Wein
Die Trinkweinbilanz beinhaltet sowohl den Konsum außer Haus, beispielsweise in der Gastronomie (ca. 20 %), als auch den Weineinkauf der Haushalte (ca. 80 %) in einem Weinwirtschaftsjahr. DWI-Geschäftsführerin Monika Reule begrüßt diese positive Entwicklung, insbesondere weil sich auch der deutsche Wein im eigenen Land zunehmender Beliebtheit erfreut.
Der Sektkonsum hat sich im vergangenen Weinwirtschaftsjahr nicht verändert. Er lag wie bereits 2005/2006 bei 3,7 Litern pro Person. Aus der aktuellen Trinkweinbilanz ergibt sich somit ein Still- und Schaumweinverbrauch von insgesamt rund 20 Mio. Hektolitern oder, umgerechnet auf alle Bundesbürger, von 24,3 Litern Wein und Sekt pro Kopf.
Mit diesem Nachfragevolumen steht der deutsche Weinmarkt an vierter Stelle der weltgrößten Verbrauchermärkte für Wein. Der meiste Wein wird in Frankreich getrunken (ca. 33 Mio. hl), gefolgt von Italien (ca. 28 Mio. hl) und den USA (ca. 24 Mio. hl).
Wer durchschnittlich ein Viertele am Tag trinkt, kommt übrigens schon auf rund 90 Liter pro Jahr. Das relativiert diese Zahlen und zeigt das vorhandene Wachstumspotential des Weinkonsums auf.



