Spargelexperiment mit Nobling
Schon wieder Spargel. Zur Zeit landet der im Schnitt jeden dritten Tag auf unseren Tellern. Die Verlockung ist halt groß, wenn man mitten in einem Spargelanbaugebiet wohnt und an jeder Ecke eine Bretterbude steht, in der die frisch gestochenen Stangen feilgeboten werden.
Gestern Abend mal in Olivenöl gebraten, da bleibt das Gemüse schön fest im Biss. Dazu schlicht Salzkartoffeln und selbstgemachtes Bärlauchpesto, das ich mit etwas Kartoffelkochwasser erwärme und damit auch verflüssige.
So, was dazu trinken? Wagemutig entschied ich mich für einen Nobling Sekt Extra Brut Jahrgang 2005 vom Weingut Dörflinger, Müllheim /Baden. Hermann Dörflingers Weingut steht für absolut trocken ausgebaute Weine und Sekte, und das aus langer Tradition. Meine Favoriten sind die Grauburgunder in allen Ausbaustufen, die in der Regel ein wunderbares Reifepotential besitzen und nach meinem Gusto erst nach 3-5 Jahren ihren Höhepunkt erreichen. Zurück zum Sekt:

Im Glas helles strohgelb, in der Nase deutlich grüner Apfel. Sehr feine Perlage, angenehm frische Säure, elegant und sauber! Die Aromatik könnte ewas breiter sein, leichte hefige Töne. Ist er zu jung? Ich habe letztes Jahr noch einen 2000´er Nobling Sekt von Dörflinger getrunken, der in phänomenal guter Verfassung war. Den habe ich als einen der besten deutschen Sekte in Erinnerung, die ich bis dato verkostete. Und der war im Jungstadium ähnlich zurückhaltend, aber auch durchaus schon elegant und angenehm erfrischend als Aperitiv.
Die Kombination mit gebratenen Spargel war durchaus passend, das Bärlauchpesto erwartungsgemäß zu intensiv für den feinen Sekt. Dazu wäre der 2000´er sicher eher durchgegangen. Aber das ist das Risiko eines Experiments mit unbekannten Beteiligten…




31. August 2009 um 09:50
[...] weiterer Erzeuger herausragender Nobling-Sekte ist das Weingut Dörflinger in Müllheim. Weitere, von mir verkostete und empfohlene Weine der WG Hügelheim: Der [...]