13. Januar 2010

Meer, Wolke, Fluss, Meer…

… ist mein neues Blog, das seit gestern online ist. Es ist als Foto-Blog konzeptualisiert, Texte werde ich nur sporadisch einfließen lassen. Wie weit das Thema Wein hier eine Rolle spielen wird, ist noch offen. Meer, Wolke, Fluss, Meer… ist für mich in der Hauptsache eine künstlerische Spielwiese, auf der ich mich frei austoben kann.

Wir sehen uns, Lars.

10. Dezember 2009

Des Schreibers letzter Akt

Es muß das Herz beim jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
an keinem wie an einer Heimat hängen.
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen.
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten. (
Auszug aus Stufen von Hermann Hesse)

Dieses Blog ist nun Vergangenheit, die sich noch eine Zeit lang mit der Präsenz als Archiv im Netz widerspiegeln wird.

Ich verneige mich tief vor meiner treuen Leserschaft und sage vorerst Lebewohl. An anderer Stelle werde ich durchaus wieder im Netz präsent sein.
Alles Liebe für euch und euren Weg!

“Es gibt keinen Weg zur Glückseligkeit - Glückseligkeit ist der Weg.”
Siddhartha Gautama

8. Dezember 2009

Dezemberblüten für Kopenhagen

In Kopenhagen wird ja gerade wild um die Zukunft des blauen Planeten geschachert. Nationale Wirtschaftsinteressen stehen hier erwartungsgemäß den dringend notwendigen, einschneidenden Schritten entgegen. Umweltschützer bezweifeln schon jetzt, dass bahnbrechende Beschlüsse den Klimagipfel krönen werden.

Die heute im Weinberg aufgenommen Bilder passen gut zur Meldung aus der dänischen Hauptstadt, dass dieses Jahrzehnt wohl das bislang wärmste seit Anfang der Wetteraufzeichnungen ist.

Schön, nicht wahr? Noch können wir das schön finden. Aber aber wie sieht es in fünfzig Jahren bei uns aus, wenn unsere Kinder und Enkel die Weinberge bestellen? Die Prognosen sind eher düster. Erwarten wir jetzt tatsächlich, dass an der Macht klebende Politiker “die Welt retten”? - oder besser gefragt: “Was ist faul im Staate Dänemark?”

Vor zwei Wochen schnappte ich folgenden Satz auf: “Politik ist, wenn die Liebe abwesend ist”. An dieser These kaute ich einige Zeit schwer. Mittlerweile ist mir klar, dass man sie auch gar nicht denken kann, man muss sie fühlen. Säße sie am Verhandlungstisch in Kopenhagen, die Liebe, und zwar in ihrer reinsten, nicht an Bedingungen geknüpfter Form, was würde sie sagen, diese Liebe? Würden nationale oder wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen? Sicher nicht.

Ich wünsche mir, dass alle in Kopenhagen versammelten Volksvertreter mal ein paar ruhige Minuten lang auf ihr Herz hören, fühlen was es spricht und dann samt einer kleinen Prise Verstand die notwendigen Schritte einleiten. Das wünsche ich mir. So sehr, so sehr.

28. November 2009

Wintertroller

Der November 2009 wird im Markgräflerland sicher als einer der wärmsten elften Monate in die Annalen der Wettergeschichte eingehen. Am vergangenen Mittwoch beobachtete ich bei knapp 20 Grad Celsius einen etwas unbeholfen wirkenden Admiral und eine dicke Erdhummel im Weinberg. Die Brennesseln sprießen wie im April und vereinzelnd sind Blüten von Löwenzahn und anderen Pflanzen zu sehen.

An den entblätterten Reben hängen nur noch die Wintertroller: Das sind Trauben, die an den Geiztrieben wachsen und wegen der späten Blüte im Juli jetzt erst reif sind. Das heißt, wirklich reif werden diese Beeren nur in den Jahren mit einem ausgedehnten, warmen Herbst. Im Jahr 2003 mit seinem Wüstenklima-Sommer erntete ich schon Anfang November ein paar Kilo Gewürztraminertroller und presste daraus einen leckeren Saft. Die Spätburgundertroller, mit denen ich mich auf meiner Wanderung versorgte, schmeckten wunderbar aromatisch. Glücklich und still feierte ich ein spätes Erntedank, sog dabei die wärmenden Sonnenstrahlen tief in mich auf und ging weiter meines Weges.

18. November 2009

Wohin?

Jedes Ende ein Neubeginn
stets ist alles vereint
so streb ich dem Himmel entgegen
verwurzelt im irdischen Stein

Ganz nackt, ahnungslos
ein Treibgut im Seelenmeer
tanzend auf Wellen
von Liebe und Leid

19. Oktober 2009

Fremdverkorkt

Beim Öffnen einer Flasche Rotwein staunte ich gestern Abend nicht schlecht, als mein Blick auf den Aufdruck des Naturkorkens fällt: Da prangt breit und fett das Logo der Winzergenossenschaft aus einer Nachbargemeinde - der Wein ist jedoch ein Erzeugnis eines Privatweinguts aus einem anderen Ort.

Hat der Korkhersteller beim Verpacken geschlampt? Ist bei der Auslieferung ein Sack im falschen Weingut gelandet? Ein kleiner Spaß, um Kunden aufzumuntern?

Da erinnere ich mich an eine Geschichte aus meiner Lehrzeit. Beim Betriebsausflug öffnete ich eine Flasche Spätburgunder, den ich morgens nach Auftrag von einer frisch gefüllten Palette griff. Ins Glas des verdutzten Gutsbesitzers ergoss sich zur Belustigung der versammelten Belegschaft allerdings ein weißer Wein. Nur der Kellermeister lachte nicht mit, dämmerte ihm doch langsam, dass die komplette Charge falsch etikettiert wurde und sich einiges davon schon per LKW auf großer Reise befand. Shit happens!

14. Oktober 2009

Bunter Reigen

Die Reben im Markgräflerland verabschieden sich farbenfroh in die Winterruhe. Väterchen Frost klopft an die Tür und wird die empfindlichen Pflanzen über Nacht entlauben. Also höchste Zeit, das Schauspiel mit der Kamera einzufangen!

10. Oktober 2009

Wir sind Weinprinzessin

Als Wahl-Badener gratuliere ich Isabell Kindle aus Kippenheim zum Titel der Deutschen Weinprinzessin. Sie steht zusammen mit Christl Schäfer der frisch gekürten Weinkönigin Sonja Christ von der Mosel zur Seite. Auf rund 250 Terminen im In- und Ausland heisst es nun ein Jahr lang: Repräsentieren und Lächeln, Repräsentieren und Lächeln… der Schreiber wünscht viel Vergnügen und Erfolg auf dieser Ochsentour.